Wichtige Fragen und Antworten

Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen. Sollten Sie weiteren Informationsbedarf haben, rufen Sie uns an oder senden Sie eine E-Mail an info(at)plasmazentrum-heidelberg.de. Wir geben gerne Auskunft!

Was ist Blutplasma?
Blut ist eine Körperflüssigkeit, die Sauerstoff, Kohlendioxid und Nährstoffe transportiert und den Körper bei der Bekämpfung von Infektionen unterstützt. Unser Blut enthält neben den zellulären Bestandteilen (rote, weiße Blutkörperchen u.a.m.) etwa 55% Blutplasma. Plasma ist eine gelborange Flüssigkeit, die aus ca. 93% Wasser besteht. Die restlichen Bestandteile sind Eiweiße, Antikörper, Gerinnungsfaktoren u.a.m. Blutplasma wird nach der Entnahme durch den Körper innerhalb von 48 Stunden nachgebildet.
Für eine Vielzahl von Laboruntersuchungen ist Plasma unersetzlich, denn es bildet die Grundlage von zahlreichen Testverfahren. Die Untersuchungen helfen, Leben zu retten und die richtige Behandlung auszuwählen.

 

Wie funktioniert eine Plasmaspende?
Die Plasmaspende ist kreislaufschonend und funktioniert ganz einfach:
Zunächst wird wie bei der Vollblutspende Blut aus der Armvene entnommen. Anders als bei der Vollblutspende werden bei der Plasmapherese die Blutzellen von dem Plasma abgetrennt und anschließend dem Körper wieder zugeführt. Das Abnahmeset wird nur ein Mal verwendet, wodurch eine Infektion durch die Plasmaabnahme ausgeschlossen ist.

 

Welche körperlichen Auswirkungen hat die Plasmaspende?
Die Plasmaspende ist schonend für den Körper: Alle Plasmabestandteile, die bei der Spende entnommen werden, bildet der Körper innerhalb von Stunden bis maximal zwei Tagen wieder nach. Daher ist Plasma spenden auch häufiger möglich als Blut spenden.

 

Weshalb sind Plasmaspenden so wichtig?
Blutplasma wird für die unmittelbare Behandlung von Patienten - beispielsweise für Transfusionen und als Grundwirkstoff für die Herstellung zahlreicher diagnostischer Testverfahren benötigt.
Die Plasmaspende ist in Deutschland noch relativ wenig bekannt, daher sind die deutschen Spendenmengen derzeit nicht ausreichend, um den hohen Bedarf zu decken.
Ein Teil des benötigten Plasmas wird daher heute noch aus dem Ausland Importiert. Je mehr Deutsche spenden, desto weniger sind wir von den Importen - vor allem aus den USA - abhängig.

 

Kann jeder Plasma spenden?
In der Regel kann jeder erwachsene Mensch zwischen 18 und 68 Jahren Plasma spenden (Erstspender können bis zum 60 Lebensjahr spenden), sofern es die eigene Gesundheit und die körperliche Verfassung risikofrei zulassen.
Vor jeder Spende führen wir einen Gesundheitscheck durch. Je nach resultierendem Ergebnis entscheiden wir, ob Sie Plasma spenden können. Somit sind immer Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden sowie die Qualität unserer Präparate gewährleistet.
Erkrankte Menschen werden bei uns nicht von der Spende ausgeschlossen, da wir für diagnostische Testkits auch Plasma benötigen, welches unterschiedliche Antikörper aufweist.

 

Wie lange dauert eine Plasmaspende?
Die Spende selbst nimmt zwischen 45 und 60 Minuten in Anspruch. Als Dauerspender sollten sie etwa 75 Minuten einplanen, dies beinhaltet die medizinischen Untersuchungen, das Plasmaspenden und mindestens 15 Minuten Zeit zum Ruhen nach der Spende. Diese Zeit können Sie bei uns nutzen, um gemütlich zu lesen, Musik zu hören oder zum Entspannen. Wir bieten Ihnen Getränke und einen Snack an.
Für die Erstuntersuchung benötigen Sie insgesamt wegen des ausführlichen Gesundheitschecks etwa 2 bis 2,5 Stunden.

 

Wie oft kann ich Plasma spenden?
Plasma kann bis zu zweimal pro Woche gespendet werden, da Plasma vom Körper sehr schnell neu gebildet wird. Pro Jahr darf bis zu 60 mal gespendet werden. Eine Spendepause von mindestens 48 Stunden ist dabei zu Ihrer Sicherheit einzuhalten..

 

Bekomme ich eine Aufwandsentschädigung?
Sie bekommen Ihren Zeitaufwand entschädigt. Auf Wunsch spenden wir diesen Betrag auch an eine karitative Einrichtung – mehr Informationen erhalten Sie im Plasmazentrum.

 

Kann man mit jeder Blutgruppe spenden?
Ja. Die Blutgruppe spielt bei der Plasmaspende keine Rolle.

 

Kann man als Blutspender auch Plasma spenden?
Ja. Die langen Pausen zwischen den Blutspenden rühren daher, dass bei der Blutspende die roten Blutkörperchen mit entnommen werden. Für die Nachbildung der roten Blutkörperchen benötigt der Körper Zeit. Da bei der Plasmaspende dem Körper fast alle roten Blutkörperchen zurückgeführt werden, können Sie weiterhin wie gewohnt Blutspenden. Sie können eine Woche nach Ihrer Blutspende Blutplasma spenden.

 

Wann kann man nicht spenden?
Wenn Sie als Spender geeignet sind, kann es sein, dass Sie eine bestimmte Zeit lang nicht spenden können, um jegliches Risiko für die eigene Gesundheit oder eine Sicherheit des Endprodukts auszuschließen. Eine solche Rückstellung erfolgt zum Beispiel, wenn Sie schwanger sind oder die Entbindung noch keine sechs Monate zurückliegt.
Weitere Ursachen für eine Rückstellung sind z.B. manche Impfungen, operative Eingriffe, die Einnahme von Medikamenten oder zu niedrige Hämoglobinwerte.
Neben dieser zeitlich begrenzten Rückstellung ist es auch möglich, dass Personen gänzlich von der Spende ausgeschlossen werden, beispielsweise bei erhöhten Infektionsrisiken oder vermehrter Medikamenteneinnahme. Sprechen Sie hierüber bitte mit dem Arzt in der Spendeeinrichtung.
Es gibt weitere Einschränkungen, doch gerade bei verschiedenen Krankheiten und Infektionen kann bei uns trotzdem gespendet werden. Ihre Spendefähigkeit wird von unseren Ärzten festgestellt. Näheres erfahren Sie gerne per Telefon, oder in einem ersten Gespräch bei einem Besuch bei uns.

 

Was muss man vor dem Spenden beachten?
Auf die Spende müssen Sie sich nicht besonders vorbereiten.
Am Vorabend sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken, da dies die Untersuchungsergebnisse beeinflussen kann. Idealerweise kommen Sie ausgeruht zur Spende und nehmen ca. 1 bis 2 Stunden vor der Spende eine leichte Mahlzeit zu sich. Den Flüssigkeitsverlust bei der Spende gleichen Sie am besten aus, indem Sie ausreichend (1,5-2 l Wasser) trinken.
Verbringen Sie den Tag, an dem Sie spenden, ohne ungewohnte Anstrengungen.
Fühlen Sie sich vor einem Spendetermin nicht ganz wohl, ist es besser, den Termin zu verschieben.

 

Welche Dokumente muss ich zur Eignungsuntersuchung und zur Spende mitbringen?
Sie dürfen laut Gesetz nicht spenden, ohne einen gültigen Lichtbildausweis vorzuweisen. Bringen Sie daher bitte zu jeder Spende Ihren Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung) mit.
Bitte beachten Sie: Der Spender muss die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen, um sein schriftliches Einverständnis zur freiwilligen Spende und zu den erforderlichen Untersuchungen zu geben.

 

Was wird vor der Spende untersucht?
Die medizinische Vorgeschichte (wie chronische Krankheiten oder Folgebeeinträchtigungen durch frühere Krankheiten) und der aktuelle Zustand werden untersucht und beurteilt, damit der Spender keinen Schaden bei der Plasmapherese erleidet. Weiterhin wird ein Blutbild erstellt, Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen.

 

Was passiert mit den Untersuchungsergebnissen?
Die Untersuchungen dienen zunächst nur der Qualitätskontrolle. Sollten wir auffällige oder unregelmäßige Befunde erhalten, werden diese nur Ihnen oder - mit Ihrer Zustimmung - Ihrem Hausarzt mitgeteilt. Ihre Daten unterliegen grundsätzlich der ärztlichen Schweigepflicht und dem gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutz.

 

Kann man sich bei der Spende mit einer Krankheit anstecken?
Nein. Bei der Plasmaspende wird nur steriles Einwegmaterial benutzt und das Gerät, in dem das Plasma von den Blutzellen getrennt wird, ist mit einem keimfreien Einweg-Bauteil ausgestattet. Ein Kontakt mit dem Blut oder Plasma eines anderen Spenders ist dadurch ausgeschlossen.
Mögliche Nebenwirkungen bei der Plasmaspende beschränken sich auf mögliche Kreislaufreaktionen oder  in seltenen Fällen kleinere Blutergüsse an der Punktionsstelle. Es kommt zu keiner Veränderung der Blutgerinnung.

 

Wer benötigt Blutplasma?
Plasma ist ein lebenswichtiger Rohstoff. Viele wichtige Medikamente werden aus Plasma hergestellt, wie z.B. Gerinnungspräparate für Bluter, Präparate für Intensivpatienten und Mittel gegen schwere Infektionen. Darüber hinaus benötigt man Blutplasma für die Herstellung diagnostischer Testkits sowie die Erforschung und Verbesserung von diagnostischen Verfahren.

Viele in der Routinediagnostik eingesetzte Verfahren und Methoden verwenden menschliches Prüfmaterial einerseits zur Kalibrierung der Tests und andererseits zur Qualitätskontrolle. Die Eigenschaften und Qualität von menschlichem Blutplasma ist durch keine künstliche Substanz nachzustellen und somit unerlässlich für zahlreiche diagnostische Untersuchungen.

 

Was sind diagnostische Testkits?
Diagnostische Testkits werden in Laboren verwendet um Blut oder Plasma von Menschen auf unterschiedliche Krankheiten zu untersuchen. Dabei wird vom Arzt eine Probe an das Untersuchungslabor geschickt und dort die Untersuchungen durchgeführt. Je nach Krankheit werden unterschiedliche Testverfahren wie zum Beispiel ELISA-Technik, Western Blot oder PCR eingesetzt.

 

 

Adresse
Hans-Böckler-Straße 2a
69115 Heidelberg

info(at)plasmazentrum-heidelberg.de   

Öffnungszeiten 
Mo. - Fr. 09.00 - 20.00 Uhr

Terminvereinbarung 
Telefon 06221/89466960

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